Mit dem MGV in die Toskana

Der 8-tägige Jahresausflug brachte den MGV-Klingenmünster dieses Jahr in die Toskana. Vorgesehene Abreise war Sonntag 2.00 Uhr. In der Vorbesprechung wurde sich einstimmig auf 0.00 Uhr geeinigt. Ob bis 2 Uhr nicht schlafen, dann lieber früher abfahren und nach 14 Stunden Fahrt früher am Ziel sein. Nach kurzen Zwischenpausen wurde dann gegen 9 Uhr von vielen fleißigen Händen in Minuten das Buffet aufgebaut und erst mal ausgiebig gefrühstückt.

Die Fahrt ging über Basel, Mailand, Livorno nach San Vincenzo. Am frühen Nachmittag trafen wir dort ein und erlebten für eine Woche ein sehr geräumiges und freundliches Hotel, mit Swimmingpool und direkt am Meer gelegen, was die ersten Wasserratten sofort nutzten. Täglich um 19.30 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Während der Frühstückszeit hat jeder sein Abendessen aus diversen Angeboten zusammenstellen können. Die nächsten zwei Tage brachten uns in die Provinz Siena. Montag zunächst nach San Gimignano. Dort wurden wir von einem einheimischen Fremdenführer empfangen und 2 Stunden lang informiert.

San Gimignano liegt im Herzen der Chianti-Region der Provinz Siena und hat ca 8000 Einwohner. Die historische Altstadt gehört mit seinen von 72 Geschlechtertürmen noch erhaltenen 13 Türmen seit 1990 zum Weltkulturerbe, mit deren Hilfe viele Gebäude renoviert werden konnten. Zum süßen Abschluss konnten wir noch vom Weltmeister der Speiseeisherstellung „Gelateria Dondoli“ die außergewöhnlichen „Kugeln“ schlecken. Und wer am schnellsten wieder im Zimmer war, der war dann auch der erste im gut temperierten Meerwasser.
Die Stadt Siena mit ihren 54000 Einwohnern war das Ziel am Dienstag. Die Altstadt, autofrei, wird von Touristen rege besucht. Unseren Führer von gestern haben wir am vereinbarten Treffpunkt wieder getroffen. Auch hier erlebten wir wieder viele enge Gassen Und waren überwältigt von dem frisch restaurierten Dom „Santa Maria von Siena“.

Sicher auch eine der Attraktionen der Piazza del Campo, wo zweimal im Jahr, am 2.Juli und am 16.August ein Pferderennen (der Palio) stattfindet. Am Platze ebenfalls gelegen der Palazzo Publico, das Rathaus, mit seinem weithin sichtbaren Glockenturm.

Die gegebene Freizeit an der Piazza nutzten die einen für einen Imbiss, andere für den Kauf von Andenken. Das sonnige Wetter auf der Rückfahrt durch die typische toskanische Landschaft animierten viele Mitreisende bleibende Fotos zu machen.
Um die Fähre nach Elba zu erreichen mussten wir am Mittwoch schon früh aus den Federn. 7.30 Uhr war Abfahrt. Eine Stunde mit dem Schiff, die einen bei Kaffee und Kuchen im Restaurant, die anderen bei steifer Brise auf dem Oberdeck.Gestartet in Piombino und in der Hauptstadt der Insel Portoferraio lief die Fähre ein. Von hier aus startete eine Halbtagesrundfahrt mit Mittagsstopp Und einer Weinverkostung über die grüne dicht bewaldete Insel, die einst durch den Exil-Aufenthalt Napoleons bekannt wurde.

Am fünften Tag ging es nach Pisa. Jeder denkt sofort an den Schiefen Turm, wenn der Name Pisa fällt. Die Campanile ist das Wahrzeichen derHauptstadt der Provinz von Pisa. Rund um den Schiefen Turm von Pisa erstreckt sich der von den meisten Touristen besuchte Bereich. Der Schiefe Turm von Pisa ist ein Campanile, ein Glockenturm der neben dem Kirchengebäude steht, im Fall von Pisa neben dem Dom. Hier ging die Führung etwas zügiger, es regnete stark und die Straßenverkäufer boten heute keine Sonnenbrillen an sondern machten ihr Geschäft mit Regenkleidung und Schirmen. Wir trafen wieder früh im Hotel in San Vincenzo ein. Dort schien die Sonne und wir erlebten einen erholsamen Badenachmittag im Meerwasser oder im Pool.
Florenz, mit 380000 Einwohnern, das Ziel am Freitag. Eine lange Fahrt, wieder früh aus den Betten, das Hotelpersonal war gefordert. Frühstück früher als geplant. Als Zentrum des mittelalterlichen europäischen Handels- und Finanzwesens war es eine der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts. Florenz gilt als die Wiege der Renaissance. Aufgrund seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die bildende Kunst – wird es schon seit dem 19. Jahrhundert auch als das „italienische Athen“ bezeichnet durch die mächtige Dynastie der Familie Medici stieg Florenz in der Renaissance zu einer der florierendsten Metropolen Europas auf. Zahlreiche Kunstschaffende und Geistliche waren hier beheimatet: Leonardo da Vinci verbrachte große Teile seiner Jugend in Florenz, Michelangelo fand Unterschlupf in der Kirche der Medici, Galileo Galilei wohnte als Hofmathematiker in den Palästen der Medici. Für ein paar Stunden ist diese überwältigende Altstadt mit seinen vielen Kirchen und Kunstausstellungen zu wenig. Vielleicht ein Grund mal wieder hier her zu kommen. Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke über den Arno in der italienischen Stadt Florenz. Das Bauwerk gilt als eine der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt und ist bewohnt.

Samstag, heute erst mal ausschlafen. Frühstück bis 10.30 h Ab 11 h eine halbe Stunde Busfahrt zu einem landestypischen toskanischen Weingut.

Der Winzer führte uns durch seinen Weinkeller und erklärte uns an den Holzfässern, dass seine Rotweine alle im Barriquefass ausgebaut werden und bis zu 2 Jahren darin lagern. Die anschließende Weinprobe dauerte mit Verköstigung über 2 Stunden und wir dankten ihm mit dem Chianti-Lied und pfälzer Weinliedern. Auch diesmal hatten wir nach der Rückkehr noch genügend Zeit uns im gut temperierten Meer zu erfrischen, bevor es ans Koffer packen und zum gemeinsamen Abendessen ging. Sonntag 8.30 h wurden die Koffer nach dem Frühstück eingeladen und es hieß Abschied nehmen. Eine schöne sehr gut organisierte Reise mit zwei super Busfahrern, die wir jetzt gerne schon einige Jahre kennen, Nancy und Dirk, geht zu Ende. Auf der langen Heimreise wurde dann wie gewohnt jedes Jahr abgestimmt: wo geht es denn nächstes Jahr wohl hin. Das Ergebnis, fast einstimmig – Kroatien. Wir danken Wolfgang Keule für die sehr gute Organisation der Reise und Verpflegung und wünschen ihm für die Planung 2017 eine genau so gute Hand. Dank sagen wollen wir auch den vielen Spendern und den fleißigen Helfern während der Reise. (wbr)

Weitere Bilder der Reise:  https://www.flickr.com/photos/mgv_klingenmuenster/

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